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Kommentare (6)

Fritz Bollmann • 04.01.2023
Ich kann die Motive des Ministers nicht einschätzen, finde es aber schlicht unfassbar, was auf dem Tempelberg als "Status quo" offenbar weltweit akzeptiert ist. Der Tempelberg ist eine heilige Stätte der drei großen monotheistischen Religionen, aber nur die, die als letzte und mit zeitlichen Abstand von den ersten beiden entstanden ist, darf da beten? Warum wird soetwas akzeptiert? Warum wird akzeptiert, dass in vielen islamischen Staaten praktisch keine neuen Kirchen oder Synagogen gebaut werden dürfen? Was zeichnet die dritte große monotheistische Relgion aus, was hebt sie von anderen ab, dass ihr solche Sonderrechte zugestanden werden? Was ist von einer Religion, die soetwas für sich fordert, zu erwarten, wenn sie sich anderenorts ausbreitet?
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(Gelöschter Nutzer) • 03.01.2023
Es geht also ums Beten. Wie ist es eigentlich hier bei uns, z.B. in der christlichen Bischofsstadt Köln? Da ruft ein mohammedanischer Prediger regelmäßig freitags fünf Minuten über Lautsprecher zum Gebet. Gab es schon Tote? Haben große christliche Organisationen schon Drohungen ausgestoßen und Köln zur heiligen Domstadt des Christentums ausgerufen? Könnte ein neuer Kreuzzug drohen?
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Hans Falkenau • 03.01.2023
Das Problem eines Konflikts wie dem um das heilige Land ist, dass sich auf allen Seiten auf lange Sicht immer dje Hardliner durchsetzen. Denn irgendwann erscheint jedes noch so kleine Nachgeben oder gar ein Kompromiss wie ein Verrat an den Toten.
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tom1965 • 03.01.2023
Interessanter Weise gingen die großen Erfolge israelischer Politik immer von den ach so üblen "Rechten" aus. Begin, Sharon, Netanjahu
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(Gelöschter Nutzer) • 03.01.2023
Ist jemand nach geltenden Recht wählbar und damit "geeignet" ein politisches Amt auszuüben? Diese Frage ist durch die Wähler zu beantworten.
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Mahdi • 03.01.2023
Das eigentliche Problem sollte nicht der Besuch eines Juden am heiligsten jüdischen und 3. heiligsten islamischen Ort sein, sondern das Ben Gvir, ein vorbestrafter Nationalist und Rassist, überhaupt in der Politik tätig sein kann und zu allem Übel nun Sicherheitsminister ist.
Das er Status Quo (also das Juden nur unter strikten Auflagen ihren heiligsten Ort besuchen dürfen und Nichtmuslime dort nicht beten dürfen) in der ganzen Welt als selbstverständlich angesehen wird, zeigt nur, wie wenig die meisten Leute von der Komplexität des ganzen Konfliktes verstehen.
Leider haben Extremisten und Rassisten (wie Ben Gvir) und Terrororganisationen wie Hamas und Hizbollah einen viel zu großen Einfluss auf die Politik und damit auf die Menschen in Israel und im gesamten nahen Osten.
Eine Verbesserung der Situation und Beruhigung des Konfliktes ist mit der neuen Regierung in Israel in weite Ferne gerückt. Bleit nur zu hoffen, dass die neue Regierung genauso kurz hält, wie die letzte Regierung.
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