Debatte

Meinung
Anmoderation von René Nehring:
Hier ein harter Kommentar der „Jüdischen Allgemeinen“ zur Berichterstattung des „Spiegel“ in Sachen Israel. Was meint Ihr dazu?

Kommentare (1)

Conny • 18.03.2024
Einige philosophische Gedanken zum Text:

"Wir sind Opfer, und alles, was wir tun, ist gerechtfertigt."

Ich finde, diesen Satz so extrem treffend. Nicht nur im Zusammenhang des Textzitates. Auch sonst. Es ist DAS Mantra unserer Zeit. Der Zeit der Massenmedien.

Die Inszenierung, das "Zelebrieren" und Ausnutzen des Opferstatus, funktioniert nur, wenn es weltweite über die Medien wahrgenommen wird. Dann entsteht daraus eine beinahe unerschöpfliche aggressive Machtoption. Unter den Augen und dem Beifall einer Öffentlichkeit, darf das Opfer ungehemmt hassen und selbst attackieren.

In meinem Verständnis ist das Opfer/Täter Geschehen etwas, was in unserer Kultur eigentlich mit den Mitteln Sühne und Vergebung aus dem ewigen Kreislauf von Auge um Auge, Zahn um Zahn befreit wurde. Auf diese Art und Weise ist die Option einer Befriedung und eines Neuanfanges gegeben. Aber nur, wenn die beiden Parteien nicht in ihrer Rolle verharren.

Die Juden waren in vielen Jahrhunderten und vorallem im 20 Jh. die Opfer. Aber sie blieben nicht in dieser Rolle stecken. Es wurden Anstrengungen eines Neuanfanges gemacht. Auch seitens der Täter.
Ich sehe nicht, dass sich dies auch nur im entferntesten im Falle der Palästinenser wiederholen lässt.
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