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Anmoderation von Conny:
Was denkt ihr darüber?

Kommentare (8)

Marie Stüdemann • 11.03.2024
Hallo, habe gerade ergänzend diesen Artikel gefunden, der ebenfalls zu dem Ergebnis kommt, dass der Ukraine-Krieg für die Ukrainer faktisch bereits verloren ist: https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/gastbeitrag-von-gabor-steingart-die-anzeichen-verdichten-sich-dass-putin-bald-gewinnt_id_259748240.html
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René Nehring • 10.03.2024
Hallo Conny, vielen Dank für diesen Artikel! Ich hatte vor, gleich einen ähnlichen Beitrag zu posten, in dem auf das Papst-Interview eingegangen wird.

Vor ein paar Tagen habe ich in einem Artikel ähnliche Gedanken formuliert wie Papst Franziskus (ohne mich mit diesem Hinweis auf die gleiche Stufe wie den Heiligen Vater stellen zu wollen ;-) ): https://paz.de/artikel/macron-schlafwandelt-richtung-apokalypse-a10671.html

In dem Artikel heißt es u.a.: „Freilich dürfte, da schwer vorstellbar ist, dass Russland die annektierten Gebiete wieder herausgibt, ein Verhandlungsfrieden für die Ukraine schmerzhafte Gebietsverluste bedeuten. Allerdings besteht beim derzeitigen Kriegsverlauf die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Verluste bei einem langen Fortgang der Kämpfe ungleich höher ausfallen werden. Welches Opfer die Ukrainer erbringen wollen, können nur sie selbst entscheiden.“
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Marie Stüdemann • 11.03.2024
Mit Deinem Schlusssatz hast Du sicherlich Recht, René. Man kann der Ukraine nicht, nachdem man sie zwei Jahre darin bestärkt hat, weiterzukämpfen und ihnen wiederholt versichert hat, dass sie die westliche Unterstützung solange erhalten werden, wie sie diese brauchen, plötzlich sagen, dass sie jetzt gefälligst doch aufgeben sollen. Andererseits bliebe der Ukraine bei einem Einstellen der westlichen Hilfen ohnehin nichts weiter übrig als aufzugeben.
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Conny • 11.03.2024
Es war eben nicht die Aussage, gefälligst aufzugeben, sondern die Option der Verhandlung in Erwägung zu ziehen und so schlimmeres zu verhindern.
Die zwei Jahre Bestärkung und die komplette Ablehnung jeglicher Vermittlungsversuche ist eben so eine Sache, die ich verrückt finde.
Wäre ich Ukrainer und aus der angegriffenen Gegend, würde ich mich auch dagegen wehren, aufzugeben und wäre anfällig für die Option "kämpfen bis zum letzten Blutstropfen". Aber ich bzw. wir sind es nicht. Man kann Kriege bis zu völligen Vernichtung oder Erschöpfung führen oder man versucht - möglichst von "neutraler" Seite bei einer Verhandlungslösung unterstützend tätig zu werden.
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René Nehring • 14.03.2024
Ein wichtiger Hinweis, daß „verhandeln“ nicht gleich „aufgeben“ bedeuten muß!
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Conny • 10.03.2024
Hier einige Antworten deutscher Politiker zu den Aussagen des Papstes (in ansteigender Drastik). Ich habe mal die Stellen markiert, die ich auffallend finde:

- Göring-Eckardt: FRIEDEN könne es NUR geben, WENN ER GERECHT SEI und die Existenz und Identität der Ukraine nicht infrage stelle. Auch müsse Russland für seine Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen werden.
- R. Kiesewetter: Unglaublich, das Oberhaupt der katholischen Kirche stellt sich auf die Seite des Aggressors und liefere damit Russlands Präsident Wladimir Putin eine BLAUPAUSE für weiteres Vorgehen.
- Matthias Heuer CDU: "Der Papst rät also der Ukraine zu einer Existenz unter RUSSISCHER DIKTATUR".
- W. Thierse SPD: Sollte die Ukraine dem Rat des Papstes folgen, die weiße Fahne zu hissen, so hätte das schwere Folgen für die Ukraine und Europa. Putin würde sich ermuntert sehen, seinen BRUTALEN IMPERIALISMUS fortzusetzen.
- Strack-Zimmermann: "Bevor die ukrainischen Opfer die weiße Flagge hissen, sollte der Papst laut und unüberhörbar die brutalen russischen Täter auffordern, ihre Piraten-Fahne - das Symbol für den Tod und den SATAN - einzuholen".

"Frieden, nur wenn er gerecht ist" .... das ist das Wunschdenken eines kleinen Mädels, was noch nichts von der Welt gesehen und noch nie ein Geschichtsbuch aufgeschlagen hat.
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Marie Stüdemann • 11.03.2024
Danke für diese Zitate, Conny! Das alles sind typische Beispiele für ein Wunschdenken, das von dem Gedanken getragen ist, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.
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Conny • 10.03.2024
René, zusätzlich zu deiner Empfehlung der Buches „Schlafwandler“ (Christopher Clark) kann ich noch empfehlen Stefan Zweig, Die Welt von Gestern - Erinnerungen eines Europäers. Auch ist es empfehlenswert - wenngleich dies möglicherweise mit einer schmerzhaften und unliebsamen Erkenntnis einherkommt - einen Historischen Atlas zu lesen (z.B. HISTORICA). Dort kann man weltweit von der Antike bis zur Gegenwart studieren, wie das mit dem ständigen Verschieben der Grenzen und dem gegenseitigen Erobern so abging.
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