Anmoderation von Grüne Flora:
Hier ein Beitrag zum heutigen Internationalen Frauentag. Komme leider erst jetzt dazu. Was meint Ihr zu dem Tag an sich und zu dem Artikel?

Kommentare (9)

René Nehring • 10.03.2024
Zum Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen gibt es – leider – viel zu sagen. Mancher Aspekt ist auch schon in den Kommentaren hier angesprochen worden.

Was mich (neben den Taten selbst) immer wieder erschüttert ist, wann und wie diese Verbrechen thematisiert werden – und wann nicht. Vereinfacht gesagt werden die Taten und die Täter immer dann, wenn sie nicht zu den vorherrschenden Narrativen passen, gern ausgeblendet.

Ein Beispiel dafür ist die millionenfache Vergewaltigung deutscher Frauen im Osten durch Rotarmisten oder die tausendfache Vergewaltigung deutscher Frauen durch (vorwiegend) schwarze GIs und französische Soldaten im Westen. Obwohl zu Lebzeiten der heute weitgehend verstorbenen Zeitgenossen des Zweiten Weltkriegs diese Taten allgemein bekannt waren, werden sie heute systematisch ausgeblendet, weil sie nicht zur Erzählung passen, daß – vereinfacht gesagt – die Deutschen die Bösen und die alliierten Sieger die Guten waren.

Ein anderes Beispiel dafür sind die hundert- bis tausendfachen Übergriffe von Migranten auf deutsche Frauen in der Silvesternacht des Jahres 2015. Am bekanntesten wurden die Ereignisse auf der Kölner Domplatte. Obwohl es unzählige Anzeigen bei der Polizei gab, haben die öffentlich-rechtlichen Medien erst Tage später von diesen Übergriffen berichtet, als sie in den sozialen Medien längst bekannt geworden waren. Hier wurden die Straftaten beschwiegen, weil sie nicht zur Erzählung von den schutzbedürftigen Flüchtlingen gepaßt haben.

Ähnlich ist es jetzt bei den massiven sexualisierten Verbrechen gegen israelische Frauen am 7. Oktober 2023. Obwohl einige Medien sofort davon berichteten, tun andere nun so, als gäbe es nun erste Hinweise darauf. Nein, die Verbrechen waren von Anfang bekannt, sie paßten nur wieder einmal nicht zum vorherrschenden Narrativ – diesmal von den unterdrückten und unschuldigen Palästinensern.
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Mahdi • 12.03.2024
Jetzt muss ich doch noch mal was zu diesem Thema schreiben und auf Renes Kommentar antworten.
Ich kann da nur zustimmen.
Ich habe mich seit meiner Kindheit intensiv mit dem 2. Weltkrieg beschäftigt und bin dabei auf eine interessante Statistik gestoßen, die genau das bestätigt, was Rene im Bezug auf Gewalt gegen deutsche Frauen schrieb. Nach dem dt. Reich hat die rote Armee die meisten Kriegsverbrechen begangen, gefolgt von der US Armee, was deswegen interessant ist, weil die am wenigsten gelitten haben, im Gegensatz zu den Sowjets. Für Rotarmisten war es Vergeltung für die Verbrechen der Nazis, aber warum haben sich amerikanische Soldaten an so vielen Verbrechen beteiligt? Die britische Armee hat sich noch am meisten an geltendes Recht gehalten, obwohl auch die Briten besonders viel gelitten haben.
Und die Übergriffe bis hin hin zu Vergewaltigungen von Immigranten und Flüchtlingen ist leider auch ein schwieriges Thema, welches viele sich nicht trauen anzusprechen (Stichwort Nazikeule), außer v.a. die AfD, die ach so unbequeme und "gesichert rechtsextreme" Partei.
Das es ganz besonders mit dem Frauenbild in dem Herkunftsland und dem Islam zu tun hat wird bei genauerer Betrachtung sehr deutlich und sollte überhaupt nicht überraschen.
Und genau da liegt auch der Zusammenhang zu den Verbrechen am 7. Oktober, denn es war blanker Hass und Verachtung gegenüber Juden in erster Linie, aber auch den freien westlichen Werten, die in Israel existieren und das Novafestival (wo die Hamasterroristen besonders gewütet hatten) war ein Ausdruck dessen.
Das es Monate gedauert hat, bis manchen Leuten und Institutionen auffällt, dass es schreckliche Gewalt gegen Frauen gegeben hat, macht mich fassungslos.

Aber mal ein ganz anderer Aspekt, der noch gar nicht angesprochen wurde: Weltweit sind viele Politiker und einflussreiche Männer aus Wirtschaft, dem Bankenwesen, etc. verstrickt in kriminelle Aktivitäten wie Gewalt gegen Frauen (darunter fällt für mich auch Sex mit Prostituierten), Menschenhandel und sogar Mord. Das sehe ich als einen Grund, warum so wenig gegen Gewalt an Frauen und all die anderen schrecklichen Dinge getan wird.
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Conny • 10.03.2024
Ich stimme allen Vorrednern zu, was den Hinweise auf Ächtung von Gewalt gegen Frauen in verschiedensten Kontexten betrifft.
Aber ich kehre nochmal zurück zu meinem Punkt vom 8.3. unten:
Ich finde Gewalt die Menschen Menschen antun ganz gräßlich. Und ich möchte das nicht auf Frauen beschränken. Mein Mitgefühl gehört unabhängig des Geschlechts den Menschen die durch Gewalt ruiniert werden - und zwar körperlich UND seelisch. Das betrifft Männer genauso, wenn sie z.B. in Kriegen verheizt werden oder wenn sie durch Schmutzkampagnen unter dem Deckmantel der Gewalt gegen Frauen ruiniert werden (z.B. Assange u.a.).
Ich habe oft das Gefühl, dass von Frauenrechtsseite folgendermaßen gedacht und argumentiert wird: Jetzt haben uns die Männer über Jahrhunderte (oder Jahrtausende gar) dominiert und missbraucht, wenn jetzt der Spieß mal umgedreht wird - who cares? - das sind dann halt bedauerliche Einzelfälle. Wir sind trotzdem noch dick im grünen Bereich.
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Marie Stüdemann • 11.03.2024
Damit hast Du natürlich recht, Conny. Aber es ist schon so, dass die Gewalt –gerade auch die sexualisierte – nicht gleichmäßig auf die Geschlechter verteilt ist, sondern dass deutlich mehr Männer Frauen misshandeln und ermorden als umgekehrt. Oder?
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Conny • 11.03.2024
Selbstverständlich. Das ist eine naturgegebene Tatsache, die sich auch nie umkehren kann. Der physisch Stärkere hat die Möglichkeit zur physischen Gewalt.
Dass der Stärkere diese Option nicht ausnutzt, ist ein Zeichen eines funktionierenden Sozialgefüges unter Menschen.
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Mahdi • 08.03.2024
Da gäbe es so viel zu zu sagen.
Ich wünschte mir nur, dass wir uns nicht nur am Weltfrauentag in Erinnerung rufen würden, dass es weltweit immer noch eine enorme Ungleichheit und extrem viel Gewalt gegen Frauen gibt.
Vergewaltigungen wie die am 7. Oktober sind dabei die schlimmste Form der Gewalt gegen Frauen, denn es war ein gezielter und bewusster Akt des Hasses, der Demütigung und Entmenschlichung.
Ich könnte da jetzt noch sehr viel mehr zu schreiben, aber aus Zeit- und Platzmangel belasse ich es mal mit diesem kurzen Kommentar.
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Hans Falkenau • 09.03.2024
Stimme Dir vollkommen zu, Mahdi!

Deshalb empfinde ich den Weltfrauentag immer auch etwas albern. Ein respektvoller Umgang mit den Frauen - egal ob es Mütter, Töchter, Freundinnen oder Kolleginnen sind - sollte eigentlich jeden Tag selbstverständlich sein. Und wenn es das nicht ist, hilft auch kein Frauentag als Trostpreis.
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Conny • 08.03.2024
Ehrlich gesagt finde ich den Artikel extrem seltsam. Er spricht mich nicht an - ich kann sogar sagen: er stößt mich ab mit seinen schreienden Behauptungen.
Ich finde jegliche Brutalität gegen Menschen übel -- und da ist es mir egal, ob es Frauen, Männer, Jugendlich oder Kinder sind.
Es wäre mir wichtiger, wenn Deeskalation und Diplomatie wieder eine größere Rolle spielen würden, so dass Konflikte nicht angeheizt werden und Kriege in diplomatische Lösungen überführt werden können - ich halte das effektiver als das Solidarisieren mit Transparenten, bedrucken T-Shirts und Sprechchören.
Und nein, ich bin nicht der Ansicht, in einer "Rape Culture" zu leben. Das entspricht nicht meiner Lebenswirklichkeit und der meiner engeren und weiteren und auch entfernten Bekanntenkreise.
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Hans Falkenau • 09.03.2024
Bei der „Rape Culture“ hast Du sicherlich nicht Unrecht, Conny. Wobei dieser Begriff durchaus dazu passt, dass hierzulande immer dann laut geschwiegen wird, wenn mehrere Migranten über einheimische Mädchen und Frauen herfallen.
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